Christiane Oelze

Biografie

Als lnterpretin lyrischer Partien auf der Opernbühne, darunter vor allem Mozart und Strauss, anspruchsvollem Lied- und Konzertrepertoire sowie geistlichen Werken hat sich Christiane Oelze international höchstes Ansehen erworben.

Ihre sängerische Tätigkeit seit 30 Jahren umfasst eine rege Konzerttätigkeit in renommiertesten Konzert- und Opernhäusern mit berühmten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw-Orchester, NDR-Sinfonie-Orchester, Deutsches Sinfonie-Orchester, Düsseldorfer Symphoniker, WDR-Sinfonie-Orchester, Gürzenich-Orchester Köln, Gewandhaus-Orchester Leipzig, Staatskapelle Dresden, Dresdner Philharmonie, Kölner Kammerorchester, Würtembergisches Kammerorchester Heilbronn, Akademie für Alte Musik, Freiburger Barockorchester, London Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, Orchestra of the Age of Enlightenment, Academy of Ancient Music, Mahler Chamber Orchestra, Chamber Orchestra of Europe, Orchestra de la Suisse Romande, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre National de France, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, Bilbao Orkestra Sinfonikoa, Orquestra Sinfónica de Madrid, Swedish Radio Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, San Francisco Symphony, Los Angeles Philharmonic.

Sie sang unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Christoph von Dohnanyi, Christoph Eschenbach, Rafael Frühbeck de Burgos, Andres Orosco-Estrada, Sir John Eliot Gardiner, Michael Gielen, Carlo Maria Giulini, Nikolaus Harnoncourt, Pablo Heras-Casado, Christopher Hogwood, Marek Janowski, Kristjan Järvi, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Sigiswald Kujken, Fabio Luisi, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Juanjo Mena, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Andrés Orozco-Estrada, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Yaron Traub und Maximiniano Valdés.

Ihre Opernproduktionen: Salzburg 1991 Konstanze/"Entführung aus dem Serail", 1997 Sifare/"Mitridate", 2001 Susanna/"Nozze di Figaro", Glyndebourne 1994 Ann Trulove/’The Rake’s Progress’, 1999 Mélisande/"Pélleas et Mélisande", 2000 Susanna/"Nozze di Figaro", 2003 Ilia/"Idomeneo", Covent Garden, London 1995 Regina/Mathis der Maler, 1996 Zdenka/"Arabella" und Zerlina/"Don Giovanni", 2001 Ighino/"Palestrina" und Serviglia/"Titus", Opéra Garnier Paris 2006 und 2008 Contessa/"Nozze di Figaro" und 2008 Marenka/"Verkaufte Braut".

Neben ihrer Tätigkeit im Konzert- und Opernbereich hat sich Christiane Oelze vor allem in den letzten Jahren dem Aufbau eines anspruchsvollen und vielseitigen Liedrepertoires gewidmet, vor allen mit ihrem langjährigen Liedpartner Eric Schneider, Pierre-Laurent Aimard (Mozartwoche Salzburg, Aldeburgh Festival), Julius Drake, Rudolf Jansen, Graham Johnson, Malcolm Martineau, Anthony Spiri, Roger Vignoles. Viele ihrer Lied-Aufnahmen erhielten großes Lob in der Fachpresse, darunter Lieder von Anton Webern (Deutsche Grammophon), Goethe-Vertonungen (Berlin Classics), "Verbotene Lieder" der Exilkomponisten Ullmann, Korngold und Weill (Capriccio), sowie eine CD mit Strauss-Liedern (Solo Musica). Ihre Lied- und Kammermusik-Programme beinhalten unter anderen ein Recital mit Gitarre (Christian Kiefer) mit Liedern der spanischen und englischen Renaissance bis in die heutige Zeit, einen Liederabend mit Klavier (Eric Schneider) mit Gedichten von Heine, Eichendorff, Rilke und Brecht, H.E.R.B genannt, sowie das "Marienleben" von Hindemith, und "Harawi" von Olivier Messiaen, zusammen mit dem Kölner Domorganisten Ulrich Brüggemann einen romantischen Orgel-Liederabend mit Liedern von Dvorak, Mahler, Louis Vierne und Wolf sowie die Reimann-Transkriptionen von Schumann-, Brahms- und Mendelssohn-Liedern mit dem Leipziger Streichquartett.

Orchesterkonzerte führten Christiane Oelze 2015 nach Lugano (Eröffnung des neuen Konzertsaals LAC mit Beethoven 9. Sinfonie unter Vladimir Ashkenazy und dem Orchestra della Svizzera ltaliana). Zudem ging sie mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Daniele Gatti auf Tournee (Beethoven 9. Sinfonie, 2016), gab einen Liederabend in Melbourne mit Eric Schneider und sang Beethovens 9. Sinfonie in Sydney unter Vladimir Ashkenazy (Oktober 2016).
Die Konzerte 2017 umfassen u.a. ein Konzert mit Schuberts Es-Dur-Messe in München mit Hansjörg Albrecht, den Liedzyklus "Harawi" von Messiaen mit Eric Schneider in Berlin, sowie ein Recital im Schönberg-Center in Wien.

2018 wird sie viele ihrer Genres zeigen - das "Marienleben", Orgelliederabende, einen Opernabend am Klavier und Konzerte mit Mendelssohn-Oratorien.



Zu den letzten ihrer über 70 CD-Einspielungen zählen eine Produktion der 4. Sinfonie von Gustav Mahler in der Fassung von Erwin Stein mit Musikern des Festivals "Spannungen" in Heimbach („Toblacher Komponierhäuschen“, Internationaler Schallplattenpreis 2015), eine Aufnahme von 2015 mit dem Leipziger Streichquartett und den Reimann-Transkriptionen von Schumann-, Brahms- und Mendelssohn-Liedern, 2011 Gustav Mahlers Wunderhorn-Lieder und der 4. Symphonie mit dem Gürzenich-Orchester unter Markus Stenz, 2009 Beethovens 9. Symphonie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi (RCA/SONY Music), sowie mit Philipp Herreweghe, La Chapelle Royale (Harmonia Mundi), 2007 Manfred Gurlitts "Dramatische Gesänge" mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin für die "Phoenix-Edition", sowie eine Aufnahme der Psalmen von Ernst Bloch mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin unter Steven Sloane für "Capriccio".

Auch als Lehrende hat sich Christiane Oelze über die Grenzen Deutschlands hinaus profiliert. Von 2003 bis 2008 unterrichtete sie als Professorin für Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Zudem gibt sie Meisterkurse, so bei der Masterclass Apeldoorn in den Niederlanden (2010), bei der IRCAM in Paris (2012), in Liedgestaltung an der Karlsruher Hochschule für Musik (2013), in Arosa bei der Musik Academy (seit 2011), und in Bad Urach (2016). Darüber hinaus ist Christiane Oelze Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben und übernimmt ab September 2017 eine Dozentur an der Kalaidos-Musikhochschule.

Mai 2017